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Die Elfen also waren es, die Bijou nach all der Zeit aufgespürt hatten. Sein göttlicher Segen, obwohl verborgen und fast vergessen, machte sich in der Natur bereits bemerkbar: Wälder und Felder grünten wie nie zuvor und Bijous gesegnetes Land sollte in neuem Glanz erstrahlen.

Doch sein göttliches Lied der Erneuerung wurde durch die anderen, feindseligen Götter gestört. Wie blind und getrieben von Angst verbündeten sie sich ein zweites Mal gegen Bijou. Gemeinsam erschufen sie eine neue und dunkle Macht: Seelenlose Kreaturen stiegen, hungrig nach Blut, aus dem Erdreich in die Welt von Isyas empor und brachten dunklen Schrecken über das Land.

Die Welt versank in dieser Dunkelheit und Bijous Kräfte schwanden. Das feste Land wurde ausgedörrt und auch die Flüsse vertrockneten. Die einst so bezaubernde Welt von Isyas, reich an Wäldern und voller Schönheit, war durch Gier und Rachsucht der Götter zerstört worden.

Zahllose Monster bevölkerten und knechteten das Land, ohne Gnade gegenüber seinen friedlichen Bewohnern: Viele der lieblichen Wesen waren tot. Von den erhabenen Bäumen, die tausend Jahre überdauert hatten, war nur noch Asche geblieben.

Und wieder waren es die Elfen, die in ihrer Weisheit und ihrem Mut entschlossen waren, diesem neuen Schrecken entgegenzutreten. Doch über viele Jahrhunderte hinweg hatten sie in Frieden gelebt - sie waren keineswegs geübte Kämpfer.

So war denn auch nicht jeder mit dieser Entscheidung einverstanden: Jenira, ein Anführer der Elfen aus dem Norden war es, der Elderine, der Herrscherin und Beschützerin der Elfen von Isyas, seinen Gehorsam verweigerte. Er wollte sich mit den Seinen lieber verstecken, bis die Gefahr vorüber war, denn ein Kampf gegen diese von den Göttern geschickten Kreaturen schien ihm aussichtslos.

Elderine aber erhob erbittert die Stimme, als sie Jenira an all die unschuldigen Seelen, die dann unweigerlich würden sterben müssen, erinnerte. Ihre Worte hallten weithin hörbar durch den Wald.

Die Elfen, angesichts dieser Zukunftsaussichten bereits den Tränen nah, fühlten auch Scham: Wer, wenn nicht sie, würde die uralten Wälder mit ihren unschuldigen Wesen schützen?

Da meldete sich plötzlich ein einfacher Elf zu Wort:

„Wir sind stark und wir haben keine Angst!“ Und: „Wir alle zusammen werden die Wälder schützen, so als wären sie unsere Kinder!“

Als dieser Schwur ausgesprochen war und alle ihn vernommen hatten, lächelte Elderine. Jenira aber schaute beschämt zu Boden.

Und so begann der Kampf! Die Elfen konnten dank ihres Geschicks zunächst Sieg um Sieg gegen die unzähligen Ungeheuer erringen. In jeder Nacht aber kamen immer mehr und noch stärkere Wesen aus der Unterwelt gekrochen. Bald waren Elderine und ihre Krieger nicht mehr in der Lage, sie aufzuhalten.

Gerade in diesem dunkelsten Augenblick aber geschah etwas Unvorhergesehenes: Die Götter wandten sich gegeneinander! Epith, der immer der Erste unter den Göttern hatte sein wollen, wurde von Pagels, dem Gott der Gier, getäuscht. Es entstand ein neuer Kampf, der schließlich auch die Elfen spaltete: Denn Elderines eigener Bruder, Epith, stand nun auf Seiten der feindlichen Götter! Daher verließ sie die uralten Wälder ihrer Heimat, um die zu ihr gehörenden Elfen zu schützen. Sie machten sich auf eine lange Reise ….

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