FANDOM


„Ihr weisen und standhaften Elfen! Erinnert euch heute an den Grund eurer Trauer. Wir mussten unsere geliebte Heimat verlassen und nun scheint es uns fast, als wären wir schon seit einer Ewigkeit auf diesem Weg. Habt dennoch Mut! Und vergesst nicht die Kameraden, die sich aufgeopfert haben, damit wir heute an diesem Ort stehen können. Denkt aber auch an jene, die uns betrogen haben. Sie werden um ein Vielfaches mehr leiden, als wir es taten. Das verspreche ich euch!“

Elderines Reise schien sich in nahezu unendlicher Mühsal hinzuziehen. Der Kontinent war noch immer sehr verwüstet und das Vorankommen qualvoll und schwer.

„Ihr Götter! Die Welt war doch damals ein so wundervoller Ort … aber nun…“ „Elderine, wir teilen den Schmerz, den du fühlst.“ „Mein Kummer reicht tiefer, als ich es zu sagen vermag. Haben die Götter denn nichts aus ihren alten Fehlern gelernt?“ „Einige von ihnen wurden von Gier getrieben, das ist wahr. Aber sei nicht ohne Hoffnung! Es gibt eine Zukunft für dich und für die, die dir folgen.“ „Ihr habt Recht. Wir werden nicht aufgeben!“

Und tatsächlich verloren weder Elderine noch ihr Gefolge die Hoffnung. Als sie nach endlos scheinender Reise schließlich doch den tiefen Süden erreichten, waren sie endlich in Sicherheit! Hier konnten die Monster ihnen nichts mehr anhaben.

Dort im Süden entdeckten sie zu aller Erstaunen auch eine völlig neue Spezies: Diese höchst merkwürdigen, unbekannten Wesen nannten sich “ Menschen“. Auch sie waren von weit her gekommen, um hier ein Leben in Frieden zu führen. Dabei unterschieden sie sich allerdings ganz beträchtlich von den Elfen. So war es nicht immer ganz einfach, ihre Handlungen zu begreifen: Um zu kochen, schlachteten sie sich Tiere. Sie fällten Bäume und bauten sich Häuser aus deren Holz.

„Warum tötet ihr, um zu essen? Es gibt doch selbst in dieser verdorrten Welt noch fruchttragende Pflanzen. Davon könntet ihr ebensogut satt werden.“

Diese Fragen, und viele andere, stellten von nun an die empörten Elfen. Immer wieder. Elderine aber war die Einzige, die auch etwas Verständnis für diese Menschen aufbringen konnte, denn mit einigen der Älteren unter ihnen hatte sie ausführlicher gesprochen.

„Wir Menschen sind weder so stark wie die Elfen noch leben wir so lang wie sie. Ein so karges Leben, wie ihr es führt, mit nichts als einigen Früchten und Wasser, könnten wir nicht lang ertragen. Deshalb müssen wir unsere Nahrung mit Fleisch ergänzen und Ackerbau betreiben. Trotz allem aber möchten wir uns mit euch Elfen verbünden. Gemeinsam könnten wir den Monstern trotzen!“

Elderine bewunderte die Menschen. Aufgrund ihrer kurzen Lebensspanne - und aus manch anderen Gründen - blieben sie zwar weit unterhalb der Möglichkeiten, die den Elfen glücklicherweise zur Verfügung standen, dennoch waren sie voller Mut und dabei weder arrogant noch bösartig - sie lebten friedlich.

„Wir dachten immer, unsere Lebensweise sei die einzig Richtige; aber nun muss ich zugeben, dass auch ihr Menschen eine beachtliche Harmonie zu entwickeln imstande seid. Ich, Elderine, Herrin der Elfen von Isyas, möchte daher friedlich mit euch zusammen im gesegneten Land Legels leben.“

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki