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Wie Elderine gehofft hatte, lebten Menschen und Elfen daraufhin in Frieden miteinander. Über die Zeit entstand eine gemeinsame Stadt. Gegründet war sie auf das große Vertrauen, das Elderine damals den Menschen entgegengebracht hatte.

Die Stadt wuchs und wurde mächtiger. Für immer hätte alles so bleiben können. Doch leider erwies sich die Sicherheit, die der Süden seinen Bewohnern zunächst geboten hatte, eines Tages doch als trügerisch. Nachdem so viel Zeit vergangen war, folgten die Monster, entgegen aller Hoffnungen, nun doch der Spur der Elfen in den tiefen Süden. Nachdem sie den gesamten Kontinent bereits nach Überresten Bijous abgesucht hatten, war dies der letze Ort, der dafür noch in Frage kam.

Und wieder brannten sie die Wälder nieder und töteten die Tiere. Doch nun zogen Menschen und Elfen gemeinsam in den Kampf. Ihre Festung erzitterte unter den nicht enden wollenden Angriffswellen der Ungeheuer.

Doch es kam noch schlimmer: Epith und sein Gefolge griffen das Bündnis mit magischen Waffen an. Die Verteidiger waren umzingelt und viele verloren ihr Leben. So kam es, dass Elderine im Morgengrauen allein zu Epith ging. Sie wollte dem Leiden um jeden Preis ein Ende machen - selbst wenn dieser Preis ihr eigenes Leben wäre.

„Epith! Einst ehrtet und liebtet Ihr das Leben. Was ist der Grund für Euren Hass? Die Eichen und die Linden habt Ihr geliebt - und nun verbrennt Ihr sie zu Asche? Habt Ihr denn alles, was Euch einst heilig war, vergessen?“

„Meine schöne, aber leider sehr naive Schwester: All dies ist die Schuld von Bijou!“

„Epith, das ist nicht wahr! Bijou hat das Land zum Leben erweckt und Ihr versucht nun, all dies zu zerstören! Und das tut Ihr aus nichts als reinem Neid.“

„Das reicht! Geh mir aus den Augen!“

Epith hatte mit seinen Worten die Götter gegen sich aufgebracht. Mit seiner Wut hatte er den Segen Legels für sich verspielt. Währenddessen aber weinte Elderine bittere Tränen der Verzweiflung - denn sie wurde von Epith von nun an in tiefer Dunkelheit gefangen gehalten. Auch die verborgene Magie der Elfen verdunkelte sich.

„Epith! Komm zurück, bitte!“

Ihre Schreie hallten durch die Dunkelheit. Epiths liebliche Schwester Elderine, klug und weise, war stets von allen respektiert worden. Epith konnte gar nicht begreifen, warum er in dieser Hinsicht einfach nicht an ihre Stelle treten konnte. Denn was die Ausübung der Macht betraf, hatte er es schließlich auch getan: Unter seiner Herrschaft wuchsen die Kräfte der Dunkelheit ungehemmt an und nahmen schließlich auch ihn selbst zutiefst in Beschlag. Doch einmal, während eines Besuchs in Elderines Verließ, war ihm etwas sehr Ungewöhnliches geschehen: Ein heller Funke war plötzlich aufgeblitzt und gleißendes Licht hatte ihn daraufhin geblendet. Doch schon seit langer Zeit hatte er sich von diesem wunderschönen Licht wieder abgewandt. So lang war das nun her, dass er es fast schon wieder vergessen hatte.

Elderine!“

Epith hörte eines Tages eine unbekannte Stimme. An diesem Tag geschah es, dass seine Schwester aus dem dunklen Gefängnis gerettet wurde - von einem Menschen!

„Wie ist es möglich, dass ein schwacher Mensch dieses Gefängnis, von Göttern erbaut, zerstören konnte?

Dieser Mensch war komplett in weißes Licht getaucht. Er strahlte so hell, dass Epith seine Augen nicht öffnen konnte.

„Nein!!“

Eine scharfe Klinge wurde plötzlich gegen Epith geschwungen, doch Elderine warf sich vor ihren Bruder. Und so kam es, dass der Ritter Roumen Epith nicht tötete. Stattdessen wurde Elderine im Kampf verletzt, da sie Ihren Bruder hatte schützen wollen.

„Epith!“

Roumen brachte zunächst Elderine in Sicherheit. Epith aber schickte seine Männer nicht, um sie zu verfolgen. Er kniete schweigend auf dem harten Boden und weinte bitterlich.

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