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Roumen kehrte mit der verletzten Elderine in die Stadt zurück. Dort scharte er die Menschen und Elfen um sich. Mit erhobenem Schwert schwor er, zurückzuschlagen. Er versprach ihnen, dies mit all seinem Glauben und unter Einsatz seines Lebens zu tun.

Erneut bedeckte eine Finsternis das Land. Die Kräfte der Dunkelheit griffen unaufhörlich an. Unzählige Monster eilten herbei, um die Pfeile der Elfen abzublocken und die Schlossmauern einzureißen. Als schließlich die vielen zusammengerotteten Monster in einer einzigen mächtigen Attacke gemeinsam angriffen, war das Schloss nicht mehr zu verteidigen. Viele Elfen und Menschen verbluteten. Da schleppte sich Elderine, trotz ihrer schweren Verletzung, auf das Schlachtfeld.

Weit entfernt konnte sie Epith sehen. Die Augen ihres Bruders färbten sich schwarz und seine Haare wurden grau. Epith erhob seine Hand und sah ihr in die Augen - Elderine schloss die ihren. Menschen und Elfen waren den Horden von Monstern und gefallenen Elfen, die zehnmal stärker und schneller waren als sie selbst, nicht mehr gewachsen.

Doch in diesem Moment geschah etwas Unglaubliches: Ganz plötzlich begannen die gefallenen Elfen damit, die Monster mit erstaunlichem Geschick und in großer Geschwindigkeit anzugreifen. Die Monster starben ohne die geringste Gegenwehr gegen diese unerwartete Attacke. Elderines zitternde Augen waren nun auf Epith gerichtet. Auch er kämpfte gegen die Monster, die doch mit seiner eigenen Hilfe erschaffen worden waren, fast als wollte er seine Sünden wieder gutmachen.

Elderines Herz erwärmte sich. Sie begann, einen Zauber in die Richtung von Roumen zu sprechen, mit all ihrer Lebenskraft.

„Greif an!! Folge mir!!“

Roumen rief mit unerschrockener Stimme. Da brach aus Elderines Brust ein Licht hervor. Es strahlte hell in den dunklen Himmel. Ein gesegnetes Licht erfüllte die Herzen der Menschen und der Elfen.

Da jubelten alle voll Glückseligkeit, auch die zuvor von der Gier der Götter geblendeten Elfen, nun, da der wahre Lebenshauch in ihre Seelen zurückgekehrt war. Sie waren also nicht vollständig verloren! Der Gott des Neids und der Habsucht hatte sie nur hypnotisiert und geblendet. Vor Elderine kniend, baten diese Elfen nun um Verzeihung für ihre Sünden. Elderine tröstete sie und sagte, sie werde ihnen gerne verzeihen.

Dann rief Elderine suchend nach Epith. Sie vermutete ihn irgendwo liegend, tot oder verletzt. Aber sie konnte ihren Bruder auf dem blutgetränkten Schlachtfeld nicht finden. Keine Leiche, keine Spur, rein gar nichts! In Wahrheit war Epith einfach gegangen - er konnte sich selbst seinen großen Fehler nicht vergeben.

Roumen sprach mit sanfter Stimme zu Elderine, denn sie hatte die ganze Nacht hindurch getrauert: „Epith hat Euch nicht für immer verlassen. Er hat sicher geglaubt, dass es für ihn keine Möglichkeit mehr geben kann, seine Sünden reinzuwaschen. Er ging also nur auf eine lange Reise der Sühne.“

Mit Hilfe von Roumens Worten konnte Elderine ihre Trauer verarbeiten. Sie gab den Elfen Epiths, welche in die gesegnete Welt zurückgekehrt waren, den Namen “Dunkelelfen” und begrüßte sie als ewige Gefährten.

Dann ließ sie einen Steinturm bauen, um so die Harmonie zwischen Menschen, Elfen und Dunkelelfen zu würdigen; aber auch, um ihrem Bruder Epith auf diese Weise zu zeigen, dass er jederzeit zurückkehren konnte.

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